
Ein Name verpflichtet: Wer sich „modernes oder traditions Hotel nennt”, muss mit frischen Ideen überzeugen. Ein ungewöhnliches Konzept hält das Hamburger Drei-Sterne-Superior-Hotel unter anderem in Sachen Veraltungspausen parat. Die tagenden Unternehmen können entscheiden ob sie ihren Seminarteilnehmern zwischendurch eine klassische, „do it your self”-, „Wohlfühl”- oder „Avantgarde”-Pause” gönnen wollen.
Bei der klassischen Variante stehen Kekse (Tante Käthes Feingebäck) oder Kuchen (Oma Hedwigs Kuchen) zur Auswahl. Das allein ist schon eine nette Idee: Der Pausenverpflegung Namen zu geben, die einen Hauch von Nostalgie aufkommen lassen. Aber es kann auch richtig spannend oder entspannend werden. Bei der „do it your self”-Pause müssen die Teilnehmer selber ran. Sie pressen ihren Orangensaft und wickeln Wraps mit Zutaten nach ihrem Geschmack (Gemüse, Fleisch, Käse ...)
Das Pendant für die Bequemen ist dagegen die Wohlfühl-Pause. Sie beinhaltet fertige Stärkungen wie Wraps, Müsliriegel und frische Obstsäfte sowie eine professionelle Massage für jeden Teilnehmer. Die hätten sich zwar eigentlich die Leute aus der „do it your self”-Pause verdient, aber es sei ihnen gegönnt. Spannend wird es in der Avantgarde-Pause. Hier werden molekulare Snacks vor den Augen der Teilnehmer zubereitet, alkoholfreie Cocktails in Reagenzgläsern kredenzt und für die süße Zunge Schokoladen-Aromen zum Verkosten angeboten.
Wie es sich für ein Hotel in Norddeutschland gehört, steht beim Getränkeangebot der Tee im Mittelpunkt. Hier haben die Teilnehmer die Qual der Wahl zwischen 12 verschiedenen Sorten. Kaffee gibt es aber selbstverständlich auch. Hinter dem neuen Pausenkonzept steht Jan Lucasse, der als Leiter der Sales- und Marketingabteilung seit Ende letzten Jahres auch für den Tagungssektor zuständig ist. Laut Lucassen geht das Konzept auf: „Je nach Art und Anlass der Sitzung bieten wir die passende Art der Pause an. Das wird sehr gut angenommen.”